Wappen von Laubenheim / Nahe
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Geschichte

Blick auf die evangelische Kirche im alten Ortskern von Laubenheim/NaheLaubenheim dürfte unzweifelhaft keltischen Ursprungs sein.

Römische Wasserleitungen in der "Sandgrube" und zahlreiche Münz,- Gefäß-, Grab- und Steinsargfunde aus römischer Zeit in der Nordhälfte der Laubenheimer Gemarkung weisen auch auf die Zeit der Römer hin.

Diese brachten auch die Weinrebe in unsere engere Naheheimat, das war in den ersten Jahrhunderten nach der Zeitwende. Sicherlich verlockte sie die ideale Südlage, hier an der Nahe Weinberge anzulegen.

Bereits im 9. Jahrhundert berichtet eine Schenkungsurkunde Ludwigs des Frommen (814 - 843), des Sohnes Karl des Großen, von Laubenheim (829).

Im Staatsarchiv zu Koblenz, ferner im Landesarchiv auf Schloß Gracht bei Lieblar, erscheint der Ort "Luibenheim" häufig in Urkunden als Weinort, ebenso im Archiv des Grafen von Spree auf Schloß Heltorf bei Angermund, das sogenannte "Reypoltzkirchensche Archiv". Danach war das Dorf Zubehör der Herrschaft Reichenstein im Besitz der Herren von Hohenfels, Herr zu Reypoltzkirchen. Im Jahre 1410 überschrieb Herzog Stephan von Pfalz-Simmern das Dorf seiner Gemahlin zur "rechten Morgengabe". Nach einer damaligen Flurkarte war hier ein Karthäuserkloster davon ausgenommen.

Aus dieser pfalzgräflichen Herrschaftszeit stammt auch das heutige Wappen der Gemeinde, das damalige Gerichtssiegel: Es zeigt einen geteilten Schild, oben den kurpfälzischen Löwen, unten eine Weinranke mit drei Trauben. Die Umschrift lautet: "Siegel von Laubenheim an der Nahe 1602". Die Trauben im Siegel deuten darauf hin, daß der Weinbau in Laubenheim schon damals eine herausragende Bedeutung hatte.

Im 30jährigen Krieg wurde der Ort oft von spanischen und schwedischen Truppen gebrandschatzt. Im 17. Jahrhundert litt er furchtbar unter den Greueln französischer Marodeure während des Orleans´schen Krieges. Der Ort wurde fast vollständig zerstört.

Unter französischer Herrschaft kam Laubenheim im Jahre 1800 zur Mairie Langenlonsheim, die nach dem Abzug der Franzosen und dem Übergang des Gebietes nördlich der Nahe an Preußen (1815) als Bürgermeisterei weiter bestehen blieb.

Weitere Informationen finden Sie im Gemeindearchiv, das sich derzeit im Aufbau befindet.

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